#1 Cannabis gegen PPMS von Andre275 28.10.2013 21:36

Cannabis hat auch einen Neuro-protectiven Effekt. Könnte also die Progression verlangsamen. Dies habe ich auch gerade von Fr. Prof. Haas auf einer MS-Infoveranstaltung gehört. Da die Bundesregierung ihre Prohibitiospolitik strikt weiter verfolgt bin ich in die Piratenpartei eingetreten und versuche auch eine legale Nutzung von preiswertem natürlichem Cannabis in der AG Drogen und Suchtpolitik zu erreichen. Cannabis Social Clubs wären vielleicht eine gute Sache dafür.
Da ich selbst seit 13 Jahren PPMS habe und weiss das nichts hilft hoffe ich sehr darauf.

#2 RE: Cannabis gegen PPMS von andi 28.10.2013 21:52

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Hallo Andre
Habe neulich auch einen sehr interessanten Bericht über die Gabe von Cannabis (in diesem Fall an ältere Menschen mit verschiedenen Beschwerden) gesehen - glaube es war in Australien.
Der Tenor war dann, daß eine große Lobby (Pharma) dagegen Front macht und die tatsächlichen Beschwerde-Verbesserungen bei den Betroffenen einfach unter den Tisch gekehrt werden
Leider liegt mir der Link nicht mehr vor.
Hoffen wir, daß der Therapeutische Effekt (mit praktisch keinen Nebenwirkungen) letztendlich die Oberhand gewinnt !

Gruß Andi

#3 RE: Cannabis gegen PPMS von Curry 28.10.2013 21:59

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Hallo, ist es fuer MS'ler nicht sowieso moeglich, auf Antrag Cannabis verschrieben zu bekommen?
Abgesehen davon, das es gegen Spastiken, Schmerzen und auch Depressionen hilft, kann man sich
auch neue Synapsen anrauchen.

Ich glaube egal mit welcher Partei, wird es leider in Deutschland nie zur Legalierung kommen.
Jedenfalls nicht in absehbarer Zeit.

LG, Curry

#4 RE: Cannabis gegen PPMS von Andre275 28.10.2013 22:26

Ganze 40 Menschen haben diese Ausnahmegenehmigung in D. erhalten und dürfen Bedocain in der Apotheke für sehr viel Geld kaufen.
Für diese Genehmigung muss man Aktenordner voll Korrespondenz mit der Bundesopiumstelle führen.
Und rauchen muss man die Hanfblüten nicht unbedingt, dafür gibts Vaporisatoren.

#5 RE: Cannabis gegen PPMS von günni50 29.10.2013 13:59

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hm, bin eher skeptisch, dass thc wirklich hilft

zumindest nicht bei den beiden mitbetroffenen, die regelmässige Konsumenten sind....meist ist es wohl eher auch ein plazebo, denk ich...

günni

#6 RE: Cannabis gegen PPMS von andi 29.10.2013 16:30

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Hallo Andre
Habe den Link wieder gefunden, von dem ich sprach - war übrigens nicht in Australien sondern in Israel.
Beitrag dauert ca. 10 Min.

http://www.tagesschau.de/videoblog/zwisc...hneider314.html

Gruß Andi

#7 RE: Cannabis gegen PPMS von woody 29.10.2013 21:31

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Hallo Andre,

du wirst Cannabis für lange Zeit nur auf dem illegalen Weg bekommen können.
Ich denke nicht das die Bundesregierung wegen ein paar Kranker ihre antiquierte Haltung überarbeitet.

woody

#8 RE: Cannabis gegen PPMS von Andre275 30.10.2013 11:48

Ich stelle mal einen Link ein zu einem Artikel mit der Überschrift

Cannabis hat auch neuroprotektive Wirkung
Wirkstoff ermöglicht Regeneration für geschädigte Nervenzellen

http://www.pressetext.com/news/20090604004

bei auf dem Schwarzmarkt besorgten Cannabis bestätigt das große Problem dass fast alles gestreckt ist, damit es schwerer wird und teurer zu verkaufen ist. Gerade dadurch entstehen viele Gesundheitsprobleme. Das Zeug wird mit so schönen Sachen wie Glasscherben, Brix (das ist ein Kunstdünger) und sogar Bleisulfat gestreckt. Zucker und Haarspray ist da noch relativ harmlos.
"Gebt das Hanf frei" finde ich und unsere Arbeitsgruppe in der Piratenpartei nicht wirklich gut, da der Zugang wie bei Alkohol erst ab 18 Jahren erfolgen sollte.
Bei Cannabis Social Clubs wäre dies gegeben, da man erst ab 18 Jahren Mitglied werden kann.
Für Schulkinder in der Entwicklungsphase ist Haschisch natürlich schon ungut. Bei unheilbar Kranken sieht die Sache doch meiner Meinung nach ganz anders aus.
Die Bundesregierung nimmt billigend in Kauf das Cannabis Konsumenten durch Beimischungen gefährdet werden und außerdem verstößt die Prohibition auch gegen das Menschenrecht wonach man uneingeschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung haben soll.

#9 RE: Cannabis gegen PPMS von Hase1958 19.11.2013 20:42

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Hallo
ich bin ganz Eurer Meinung ...und werde wütend, wenn ich solche Videos (Israel) sehe ... es gibt ein natürliches Mittel das hilft und unsere Regierung verweigert es uns ... man kommt sich nicht ernst genommen vor
... ich habe selber Cannabis inhaliert, natürlich illegal, nur um zu testen, ob meine Spastik besser wird ... es funktionerte !!!
... da man in unserem Land als kriminel gilt, wenn man Cannabis konsumiert, habe ich mich an meinen Arzt gewandt ... nun nehme ich zwar kein natürliches C. ,aber die Alternative = Sativex ... wobei die Pharmaindustrie tüchtig providiert, 1 Pck. mit 3 Sprühflaschen, pro Fl. etwa 41 Spühstöße, kostet über 500 EURO ... meine TK bezahlt es zum Glück ... ich komme mit den 3 Fl. knapp 3 Monate aus

... ich wünsche und hoffe das Cannabis irgendwann legalisiert wird, denn ein natürlicher Wirkstoff ist ganz sicher besser ... die Pharmaindustrie wird es bestimmt nicht zu lassen !!!

Ines aus OL

#10 RE: Cannabis gegen PPMS von Rolly 26.11.2013 11:46

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Hallo,
mein Neuro verschreibt mir Sativex nicht. Es wird überhaupt nicht ins Kalkül gezogen. Bekommt Ihr Sativex auch auf Rezept?
VG Rolly

#11 RE: Cannabis gegen PPMS von Hase1958 26.11.2013 13:38

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Hallo Rolly,

ich nehme Sativex seit Mitte September ... mein Neuro (Prof. Gold, Bochum) hat es mir verschrieben (Rezept) , da bisher kein Medikament (Spastik) angeschlagen hat ... ich Ihm sagte das ich Canabis ausprobiert hätte und meine Spastik besser wurde
... da ich nicht alle 2 1/2 Monate nach Bochum fahren möchte (komme aus OL) habe ich mir hier einen Neuro gesucht ... war garnicht so einfach, denn der Neuro muß eine Zulassung für diese "DROGE" Sativex haben

Lg Ines

#12 RE: Cannabis gegen PPMS von KlausP 29.11.2013 14:32

Hai,

schade, waren früher viel in NL. In den Koffieshops gabs Stoff genug und ohne Probleme. Aber da hab ich es noch nicht gebraucht.

Kriegt man aber heute wohl auch noch in Holland.

Ja, wenn man nah genug dran wohnt...

LG Klaus

#13 RE: Cannabis gegen PPMS von UWE59 02.12.2013 18:27

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Habe das "Original" gegen Spastik probiert (Rauchen, Kekse)
Bin nur furchtbar müde geworden und hatte "Gummibeine"
An Laufen war kaum noch zu denken.
Habe verschiedene Dosierungen probiert und damit aufgehört.

Uwe

#14 RE: Cannabis gegen PPMS von Andre275 04.12.2013 13:24

Das war dann wohl viel zu hoch dosiert. Sativex kann man viel feiner dosierten und die Wirkung sind gerade die Gummibeine.
Übrigens enthält Sativex überhaupt kein THC-deshalb darf man damit auch Autofahren.
Leider kommt mir bei der ganzen Debatte Neuro-protective Ansatz viel zu kurz. Ich bin deswegen extra in die Piratenpartei eingetreten und dort teilt der AG Drogen und Suchtpolitik geworden. Ich habe folgenden Beitrag für diese AG einmal geschrieben:

Die Entwicklung neuartiger Medikamente auf Cannabis-Basis zur Behandlung der Krankheitsspezifischen Symptome soll gefördert werden.

Beispielsweise hat Cannabis einen Neuroprotectiven Effekt der bei MS sehr viel Wert ist. Dieser ist bei natürlichem Cannabis am stärksten.
Also sollte ein Medikament entwickelt werden welches diesen Effekt besonders betont. Das bereits vorhandene Medikament Sativex wurde hauptsächlich entwickelt um Spastiken zu lindern. Es hat jedoch diesen Neuroprotective Effekt auch noch in geringerem Maße.
Das Medikament muss auch für schwer kranke Menschen einnehmbar sein z.B. durch eine Kapselform.
Für mich wäre es unmöglich einen Joint zu drehen.
Ich zum Beispiel leide an einer ziemlich starken Bewegungsstörung. Wenn ihr euch jetzt fragt wie ich denn diesen Artikel schreibe: mit Spracherkennungssoftware.

#15 RE: Cannabis gegen PPMS von GG 11.12.2013 14:36

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Seit ich Hanf-Tröpfchen einnehme, hat sich meine Spastik gebessert, sogar meine KG Therapeutin hat eine Besserung bemerkt.

#16 RE: Cannabis gegen PPMS von GG 14.10.2014 18:50

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http://www.yamedo.de/blog/cannabis-natur...tel-krebs-2011/

Cannabis nicht nur für MS

Gruß Gudrun

#17 RE: Cannabis gegen PPMS von Curry 14.10.2014 19:53

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Cannabis bei Krebserkrankungen, habe ich persönlich erlebt, als ich 93 für meine damals beste Freundin Sterbe Begleitung
machen durfte. Sie wurde nur 30 Jahre.

Es ging so schnell, sie starb nur 10 Monate nach der OP und Diagnose.
Aber Cannabis hat ihr etwas Appetit gegeben und war hilfreich für ihre Seele.

LG, Curry

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